Auf einen Blick (Key Takeaways)
- Client Retention: erneute Beauftragung durch SPECBAU für eine Schlüsselinvestition (Vertrauensbeweis).
- Ingenieursprache: Terminologie aus Stahlbau, HVAC und Elektrotechnik.
- Koordinationsrunden: Dolmetschen der zyklischen Jour Fixe zwischen deutschem Investor und polnischem GU.
- Dokumentation: Übersetzung technischer Spezifikationen, Abnahmeprotokolle und Materialanfragen (RFI).
- Mediation: Abbau von Kommunikationsbarrieren im stressigen Baustellenumfeld.
Greenfield-Investition: bauliche Herausforderung
Im Herbst 2022 begann in der Sonderwirtschaftszone Legnica eine der wichtigsten Investitionen im Bereich erneuerbarer Energien. Der deutsche Heiztechnik-Konzern Viessmann startete den Bau einer modernen Wärmepumpenfabrik. Generalunternehmer wurde SPECBAU Polska – ein Partner, mit dem ich bereits bei früheren Projekten zusammengearbeitet hatte.
Dass SPECBAU sich erneut an mich wandte, war eine klare Auszeichnung. Im Bauwesen, wo Termine eng und Vertragsstrafen hoch sind, bleibt kein Spielraum für Kommunikationsfehler. Das entgegengebrachte Vertrauen fußte auf früherer Treffsicherheit bei komplexen Ingenieurfragen – ohne dass hier konkrete Strafsummen oder Flächenangaben behauptet werden.
Vom Fundament bis zum Richtfest: Alltag auf der Baustelle
Meine Rolle ging über Standarddolmetschen hinaus. Ich wurde zur Stimme des Ausführenden gegenüber der deutschen Bauherrenaufsicht. Ich nahm an den wöchentlichen Koordinationsrunden (Jour Fixe) teil, in denen Fortschritt, Termine und Planungskollisionen besprochen wurden.
Dolmetschen auf der Baustelle verlangt Präzision: „Beton der Klasse C30/37“, „Faserbewehrung“ oder „umlaufende Dehnfuge“ müssen fehlerfrei ankommen. Neben der mündlichen Arbeit übersetzte ich die Ausführungsdokumentation – von Materialkarten bis zu Abnahmeprotokollen der Anlagen. Das Projekt zeigte, wie die Sprachbarriere schwindet, wenn technisches Fachdolmetschen greift.




