Informationssicherheit / DSGVO / Automotive

Informationssicherheit im Automotive: DSGVO und TISAX-Anforderungen

Verified Letzte inhaltliche Prüfung: 2026-09-14
Persönlich von Kamil Pastwa ausgeführter Auftrag
Systemische Informationssicherheit in einem Übersetzungsbüro aus Großpolen für Audits der Automobilbranche. Vollständige Dokumentation zu Informationssicherheit und Datenschutz, Einführung von Clean Desk/Screen sowie ein sicheres Nachauftragnehmer-Modell unter DSGVO.
Projektdaten (Evidence Bank)
DSGVO + Automotive-LeitlinienStandard
Informationssicherheit, Datenschutz, AV-Verträge, Clean DeskUmfang
Vollständige Aufsicht und Regel-AuditNachauftragnehmer
Verschlüsselung, VPN, Clean DeskSicherheit

Bolt Auf einen Blick (Key Takeaways)

  • Anforderungen eines globalen OEMs: Prozesse an die Standards des Automobilkonzerns ausgerichtet (Vertraulichkeit, TISAX-Leitlinien).
  • Security-First-Kultur: Clean Desk, Clean Screen und Sperren der Arbeitsplätze (Win+L).
  • Lückenloses Nachauftragnehmer-Modell: Verbot der Datenverarbeitung außerhalb der EU sowie verpflichtende AV-Verträge für jeden Übersetzer.
  • Infrastruktur: Integration in die gesicherte Memsource-/Phrase-Umgebung und verschlüsselte FTP-/SFTP-Kanäle.
  • Ergebnis: erfolgreiche Lieferantenprüfung und Beginn einer mehrjährigen Zusammenarbeit an kritischen Projekten.

Herausforderung: Eintrittskarte in die Automotive-Welt

Der Einstieg in die Zusammenarbeit mit einem großen Automobilkonzern ist für einen Sprachdienstleister vor allem eine operative Herausforderung. Globale Akteure der Automobilindustrie stellen Informationssicherheit auf eine Stufe mit der Dienstleistungsqualität. Meine Aufgabe war der Aufbau eines Systems, das Betriebsgeheimnisse schützt – von Investitionsplänen bis zur technischen Dokumentation von Prototypen.


Das Kernproblem lag in der Natur der Übersetzungsbranche: verteilte Ressourcen und externe Nachauftragnehmer. Ich musste ein Modell erarbeiten, in dem jede Person in der Lieferkette – vom Übersetzer bis zum Grafiker – in einem definierten Sicherheitsregime arbeitet, ohne die Produktivität zu verlieren.

Umsetzung: Dokumentation, die in den Prozessen „lebt“

Zentral war die volle Rechenschaftspflicht: systematische Verzeichnisse der Verarbeitungstätigkeiten und zyklische interne Audits, um Risiken in der IT-Infrastruktur früh zu erkennen und zu beseitigen.


Gemeinsam mit dem Rechtsteam legte ich die Fundamente: eine Informationssicherheitsrichtlinie sowie eine Datenschutzrichtlinie. Das waren keine Schubladentexte. Die Einführung brachte konkrete Änderungen in der Arbeitshygiene:



Ergebnis war nicht nur DSGVO-Konformität, sondern der Status eines vertrauenswürdigen Lieferanten für einen Kunden mit höchsten Anforderungen. Das System ist skalierbar – dieselben Verfahren schützen heute die Daten aller Kunden des Büros. TISAX erscheint hier als Anforderungs-/Leitlinienrahmen (Standards angelehnt an TISAX) – ohne Behauptung eines formellen TISAX-Zertifikats.

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